Technologie

Die Bavaria Technologie

Ausgereifte Technologie bürgt für höchste Qualität 

und dient Ihrer Sicherheit.

 

Laminat und Stringer -

Das Rückgrat einer erstklassigen Bavaria Segelyacht:

Eine neue Laminierhalle ermöglicht eine beispiellose, qualitäts- gesicherte und rationelle Fertigung von Rümpfen und Decks.  Formen durchlaufen einen Fertigungskreis mit acht Stationen.  Klimatisierte Laminierräume mit permanenter Luftfeuchtigkeits- und Temperaturüberwachung garantieren einen konstanten Laminierprozess.  Härtermengen werden dem Laminierharz durch die Verwendung so genannter Applikatoren automatisch zuge- führt. Auftragsbezogen zugeschnittene Glasfasermatten garan- tieren einen spezifikations- getreuen Laminataufbau. Alle GFK-Produkte und Formen werden in der klimatisierten Halle gelagert.  Dies dient der Langlebigkeit der Formen, einer gleichmäßigen Aus- härtung und somit der Qualität der Bootskörper.

 

Die äußerste Lage des Laminat- aufbaus nach dem Gelcoat wird als Kombination von Isophtal- säureharz und pulvergebundenen Matten eingelegt. Dieses Verfahren sorgt für eine effektive Wasser- sperre und Schutz vor Osmose (fünf Jahre Garantie). Durch Überlappung im Kielbereich ist die Laminatstärke gegenüber den Bauvorschriften teilweise ver- doppelt. Oberhalb der Wasserlinie und im Deck wird ein Sandwich- laminat mit PU-Schaumkern verwendet.  Die Schaumfestigkeit und die richtigen Material- eigenschaften sind von unabhängigen Zertifizierern bestätigt.  

 

Der Schaumkern dient zur Isolierung, Dämmung und Verstärkung von Rumpf und Deck.  Im Laminat sind neben konventionellen Glasmatten sogenannte Rovinggewebe verarbeitet.  Um Kollisions- schäden durch Treibgut zu minimieren, sind besonders gefährdete Partien im Bugbereich mit schlagzähem Kevlargewebe geschützt.  

 

Wrangen und Stringer werden bei Bavaria Yachtbau GmbH grundsätzlich anlaminiert.

 

Möbelfertigung -

Bei Bavaria Yachtbau GmbH werden Möbelteile durch CNC-Anlagen passgenau vorgefertigt:

Fräsungen, Bohrungen und Nuten werden millimetergenau angebracht. Alle Holzteile erhalten in einer automatischen Lackierstraße gleichmäßigen, mehrschichtigen Lackauftrag mit 2-Komponenten-Lack und zusätzlicher UV-Trocknung. Möbelmodule sind so fertigungs- und servicegerecht konzipiert, daß die Rumpf-/Deckverbindung an jeder Stelle zugänglich ist.

 

Konsequenter Einsatz von hochwertigen Materialien:

• ausschließliche Verwendung von AW 100 verleimten Bootsbausperrhölzern

• Furnierstärken von 1,2 mm vor Schliff

• Zwischenlagen aus Okume

• Stabplatten

• massives Sapeli-Mahagoniholz

• Teakdecks mit 7 mm starken massiven Stäben

• dübelfreie Verlegung durch Trägerplatte und Vakuumtechnik

• Normenkonformität der Hölzer

 

Deckbearbeitung

Nicht nur die Möbelfertigung wird bei Bavaria Yachtbau GmbH durch CNC-Maschinen mit x-fachem, automatischen Werkzeug- wechsel ausgeführt. Diese Philosophie findet man auch bei der Montagevorbereitung der Decks wieder. Vor der Beschlag- und Lukenmontage an Deck müssen grundsätzlich Fräsungen und Bohrungen ausgeführt werden. Um diese Arbeiten automatisieren zu können, hat Bavaria Yachtbau GmbH bereits vor Jahren in enger Zusammenarbeit mit einer Maschinenbaufirma eine CNC-Anlage entwickeln lassen, die in der Yacht- und Boots- baubranche bis dato weltweit einmalig ist. Das Deckslayout jedes Yachttyps und die Lochbilder für Serien- und Sonder- ausrüstung werden mittels CAD/CAM gespeichert. Hierzu bedarf es hunderter Einzeloperationen, die bereits in der Entwicklungsphase einer Yacht festgelegt und dann optimiert werden. Ziel dieser Automatisierung war und ist die Erlangung von konstant hoher Qualität mit gleichzeitiger Produktivitätsverbesserung. Für die spätere Dichtigkeit ist die maßgenaue Ausführung der Decks- öffnungen ausschlaggebend.  Bei Bavaria Yachtbau GmbH ist diese notwendige Maßgenauigkeit durch den Einsatz einer 5-Achs-CNC-Fräsanlage mit einem Aktionsradius von 6 x 18 m gegeben. Die Decksbearbeitung erfordert im Durchschnitt 400 Arbeitsschritte.

 

Bandfertigung - Produktion statt Werkstatt

Bavaria Yachtbau GmbH fertigt die Yachten an Montagebändern. Rumpf und Deck werden durch ein Schienentransportsystem an den einzelnen Montagestationen vorbeigeführt.  Die eigentliche Bandfertigung unserer Yachten beginnt jedoch im Montagebereich der Decksbeschläge. Die von der CNC-Anlage passgenau vorbearbeiteten Decks werden mit Schutzfolien versehen, um Beschädigungen während der Bearbeitung zu vermeiden. Innenschalen und Decks werden miteinander verklebt. Decks- beschläge, Luken und Winden werden komplett montiert, die spätere "Hochzeit" von Rumpf und Deck wird vorbereitet. Parallel dazu werden die entsprechenden Rümpfe an zwei Montage- bändern ausgebaut. Auf Grund unterschiedlicher Durchlaufzeiten werden kleine und große Yachten auf unterschiedlichen Bändern gefertigt. Der Bandablauf ist bis ins kleinste Detail geplant und in übersichtliche Montageumfänge gegliedert.

 

Der Ausbau unserer Rümpfe an den Fertigungsbändern läuft nach folgendem Schema ab:

• Bodengruppeneinbau

  • Tankeinbau

    • Motoreinbau

      • Möbeleinbau

        • Möbel anlaminieren

          • Topcoat-Versiegelung

            • Wasserversorgung I

              • Elektrik I

                • Rumpf-/Deckverbindung

                  • Wasserversorgung II

                    • Elektrik II

                      • Ausbaufinish

                        • Kiel-/Rudermontage

                          • Sikka-Versiegelung

                            • Grundreinigung

                              • Vorkontrolle

                                • eventuelle Nacharbeiten

                                  • Fußboden-/Tischeinbau

                                    • Endausstattung mit "Beipackware"

                                      • Systemkontrolle (Motor /

                                         Elektrik / Wasserversorgung)

                                          • Endkontrolle

 

Qualität und Stückzahl

Die Mitarbeiter der einzelnen Montagestationen erlangen durch Spezialisierung auf begrenzte Arbeitsabläufe eine hohe Lernkurve bis zur maximal reproduzierbaren Qualität und Produktivität. Interne Qualitätsaudits belegen eindeutig, daß sich die Fertigung von hohen Stückzahlen positiv auf die Qualität auswirkt. Es gibt also einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Stückzahl und Qualität. Dies ist eigentlich auch logisch. Gleichartige Tätigkeiten, wiederholt ausgeführt, gehen letztendlich leichter von der Hand. Gelegentlich oder selten ausgeführte Arbeiten erfordern einen höheren Zeitaufwand und bergen - rein statistisch gesehen - ein höheres Fehlerpotential. Diese Erkenntnis zählt bei so einem komplexen Produkt wie einer Yacht ganz besonders. Die Rümpfe werden vor Ausbaubeginn mit so genannten Montagegestellen bestückt. Diese "Lehren" enthalten Markierungen und Anschlagpunkte, um Bodengruppen, Tanks, Fundamente, Schotten und Möbel passgenau und mit möglichst geringen Toleranzen montieren zu können.

 

Verkauf, Service und Garantieabwicklung vor Ort

Das Vertriebssystem von Bavaria Yachtbau ist so organisiert, dass der Ansprechpartner für den Kunden vor Ort immer ein qualifizierter Händler ist. Dies gilt für den Verkauf, den Kunden- dienst und die Durchführung möglicher Gewährleistungsansprüche. Bei der Auswahl ihrer Partner legt die Werft großen Wert auf Fachkompetenz, das Vorhandensein einer guten Infrastruktur, die Durchführung oder Organisation von Kundendienst- und   Gewährleistungsarbeiten, die Lage des Betriebes und eine solide Finanzkraft. Alle Bavaria Yachten verlassen die Werft erst nach einer ausführlichen Endkontrolle - zusätzlich zu der in die Fertigungskette verankerten Qualitätssicherung.

Bavaria Yachtbau GmbH
Richtungweisend im Zeichen der Kompassnadel